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Dienstag, 06. Januar 2009
Effekt von experimenteller Epilepsie auf Lernen und Gedächtnis im TSC2-Tiermodell

Der Tuberöse Sklerose Deutschland e.V. unterstützt ein neues Forschungsprojekt, das von Dr. med. Robert Waltereit in Mannheim gestartet wurde.
Ziel des Projektes ist es zu testen, inwieweit experimentell ausgelöste Epilepsie zu einer kognitiven Verschlechterung im Tiermodell der Tuberösen Sklerose (TSC) führt. Hintergrund ist der, daß die schwere geistige Behinderung bei TSC regelmäßig mit Epilepsie in der Vorgeschichte assoziiert ist. Wir wollen deshalb hier untersuchen, ob sich ein solcher Zusammenhang auch im Tiermodell nachweisen läßt.

Ratten-Modell

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Institut für seelische Gesundheit Mannheim

Hierzu soll die sogenannte Eker-Ratte verwendet werden. Die Eker-Ratte hat eine Mutation, die einem Teil der TSC-Patienten entspricht. In diesen Ratten wollen wir Epilepsie auslösen, indem wir den Tieren eine Substanz geben, die zu Krampfanfällen führt. Anschließend werden wir in diesen Ratten und parallel dazu in normalen Ratten, die ebenfalls die Epilepsie-auslösende Substanz erhalten haben, einfache Lern- und Gedächtnistests durchführen.

Grundsätzliche Bedeutung

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Die entscheidende Frage ist nun, ob die Eker-Ratten in diesen Lern- und Gedächtnistests schlechter sind als normale Tiere. Der Nutzen dieser Studie für die TSC-Patienten liegt darin, daß wir hiermit mehr Klarheit in eine grundsätzliche Frage über die Entstehung von geistiger Behinderung bei TSC bringen wollen, die unter Fachleuten schon seit langer Zeit diskutiert wird. Wenn sich herausstellen sollte, daß die Eker-Ratten deutlich schlechter sind als die normalen Tiere, so wäre dies ein weiterer Hinweis darauf, wie wichtig die Behandlung der Epilepsie auch für die Vorbeugung des Fortschreitens der geistigen Behinderung ist. Wenn die Eker-Ratten nicht wesentlich schlechter sein sollten als die normalen Tiere, so würde dies die Notwendigkeit der antiepileptischen Therapie in keiner Weise mindern, würde aber eher einen Hinweis darstellen, daß sich die geistige Behinderung auch unabhängig von Epilepsie entwickeln könnte.
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