   |
|
Dies sind gutartige Mischtumoren, die sich
aus Gefäßen, glatter Muskulatur und Fett zusammensetzen (Abb. 4.13). Bei
erwachsenen Betroffenen sind sie in etwa 80% vorhanden, dabei meist mehrfach und
in beiden Nieren zu finden. Unbehandelt können sie Kindskopfgröße erreichen
(Abb. 4.14). Ernste Komplikationen sind neben der Raumforderung Blutungen
infolge Platzens abnormer arterieller Gefäße und bei Frauen die Verursachung
einer Lymphangiomyomatose (LAM) der Lungen (s. Kap. 4.5).
|
Neben der
klassischen Form existiert eine seltenere Variante mit epitheloiden Zellen[1],
meist ohne Fettanteile und mit hoher Zellteilungsrate. Dieser Typ ist weder mit
bildgebenden Verfahren noch mit klassischen mikroskopischen Analysen sicher vom
Nierenzellkarzinom (s. u.) zu unterscheiden, dafür sind spezielle
Färbetechniken erforderlich.
[1] Epithel wird ein geschlossener Zellverband
bezeichnet, die äußere oder innere Oberfläche bedeckt.
|


Da diese
Tumoren gutartig bleiben, wird man kleinere Exemplare in der Niere belassen.
Wenn sie jedoch wachsen und über 4 cm Durchmesser erreicht haben, sollte
behandelt werden. Dabei stehen die folgenden Verfahren zu Verfügung:
- Operative Entfernung: Dieser
Eingriff ist relativ einfach, wenn der oder die Tumoren an der
Nierenoberfläche liegen. Er hat außerdem den Vorteil, dass im wesentlichen
Tumorgewebe entfernt wird und gesundes Gewebe geschont wird.
- Katheterembolisation: Dabei wird ein
Katheter von der Leiste aus durch die große Körperschlagader (Aorta) in dasjenige
arterielle Blutgefäß der Niere eingeführt, das den Tumor ernährt. Dieses
Gefäß wird verschlossen, so dass der Tumor „verhungert“. Dieses Verfahren
vermeidet einen operativen Eingriff. Da aber dadurch ein gesamtes
Nierensegment mit gesundem Nierengewebe zerstört wird, ist mehrfache
Anwendung problematisch.
Welches
Verfahren angewendet werden sollte, ist im Einzelfall je nach Anzahl, Größe und
Lage der Tumoren zu entscheiden. Bei starkem Befall kann es auch erforderlich
sein, die betroffene Niere vollständig zu entfernen. Dies ist besonders
notwendig, wenn sich ein nierenbedingter Bluthochdruck entwickelt hat.
|


Da diese
Tumoren gutartig bleiben, wird man kleinere Exemplare in der Niere belassen.
Wenn sie jedoch wachsen und über 4 cm Durchmesser erreicht haben, sollte
behandelt werden. Dabei stehen die folgenden Verfahren zu Verfügung:
- Operative Entfernung: Dieser
Eingriff ist relativ einfach, wenn der oder die Tumoren an der
Nierenoberfläche liegen. Er hat außerdem den Vorteil, dass im wesentlichen
Tumorgewebe entfernt wird und gesundes Gewebe geschont wird.
- Katheterembolisation: Dabei wird ein
Katheter von der Leiste aus durch die große Körperschlagader (Aorta) in dasjenige
arterielle Blutgefäß der Niere eingeführt, das den Tumor ernährt. Dieses
Gefäß wird verschlossen, so dass der Tumor „verhungert“. Dieses Verfahren
vermeidet einen operativen Eingriff. Da aber dadurch ein gesamtes
Nierensegment mit gesundem Nierengewebe zerstört wird, ist mehrfache
Anwendung problematisch.
Welches
Verfahren angewendet werden sollte, ist im Einzelfall je nach Anzahl, Größe und
Lage der Tumoren zu entscheiden. Bei starkem Befall kann es auch erforderlich
sein, die betroffene Niere vollständig zu entfernen. Dies ist besonders
notwendig, wenn sich ein nierenbedingter Bluthochdruck entwickelt hat.
|




Copyright by Tuberöse Sklerose Deutschland e.V.
|
|
23. APR
Am Freitag, den 23. April
2010 lädt die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde ...
weitere Termine
|
Tuberöse Sklerose Deutschland e.V. Gemeinsam ein Stück Himmel sehen.
Am Rosengarten 1 D-65375 Oestrich-Winkel
| Tel.: |
0049 700 88237637 |
| Fax: |
0049 700 88237637 |
|
|
|