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Mittwoch, 29. Juni 2016

EPISTOP-Studie: Untersuchung der Epilepsieentstehung bei TSC

Eine  Epilepsie ist häufig das erste klinische Symptom, das zur Diagnose einer TSC  führt. Sie betrifft 75 – 90 % aller an TSC-Erkrankten, meist schon im ersten Lebensjahr. Bei einem solch frühen Beginn ist das Risiko einer geistigen  Behinderung sowie einer Autismus-Spektrum-Störung deutlich erhöht. Ob dieser  Zusammenhang ursächlich auf die Epilepsie zurückzuführen oder Ausdruck einer  schweren Verlaufsform der TSC ist, ist bis heute allerdings nicht  geklärt. Moderne molekulargenetische und bildgebende Verfahren, die dazu  beitragen, dass die Diagnose einer TSC heute sehr viel früher gestellt werden  kann, geben jedoch Hoffnung, die Manifestation und/oder den Verlauf der  Epilepsie durch frühzeitige Therapie beeinflussen zu können. Hieraus könnte  sich in der weiteren Verlaufsbeobachtung auch ein Erhalt von  Entwicklungskompetenzen ergeben.

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Die Hypothese, dass ein frühzeitiger, das heißt der präventive Einsatz einer zielgerichteten antikonvulsiven Medikation, hier einen positiven Einfluss auf die weitere Entwicklung haben könnte, wird nun in der über EU-Mittelfinanzierten EPISTOP-Studie unterder  Leitung von Prof. Dr. Sergiusz Jozwiak aus Warschau überprüft, bei der es sich um eines der größten von der EU geförderten internationalen Forschungsprojekte im Gesundheitsbereich (innerhalb des "seventh framework”(FP7) – Programms) handelt. Dabei werden Neugeborene und junge Säuglinge bis zum Alter von vier Monaten, bei denen die Diagnose einer TSC gesichert ist, die bis dahin aber noch keine  epileptischen Anfälle hatten, hinsichtlich möglicher EEG- Veränderungen sowie des Anfallsgeschehens näher untersucht.

  • Im ersten, dem sog. prospektiven Beobachtungsteil der Studie, werden hierzu neben den klinischen Symptomen, den EEG-Merkmalen und der Bildgebung (MRT) eine Vielzahl molekulargenetischer Eigenschaften und wichtige sogenannte Biomarker analysiert, die für die Epilepsie-Entwicklung (Epileptogenese) von Bedeutung und Ausdruck der bei TSC gestörten Signalwege sind.
  • Aufschluss darüber, welchen Einfluss die frühe Gabe einer antikonvulsiven Therapie auf die Entwicklung hat, soll dann in einem zweiten Schritt, dem sog. prospektiven Behandlungsteil der Studie, untersucht werden. Hierzu ist bei den Patienten ein Therapiebeginn zu unterschiedlichen, fest vordefinierten Zeitpunkten in der Epilepsieentwicklung geplant. Angefangen von einer nicht zum Einsatz kommenden Therapie aufgrund von nicht vorhandenen EGG-Auffälligkeiten und ausbleibender Anfallsaktivität, über den Einsatz einer präventivenTherapie bei Auftreten epilepsietypischer EEG-Veränderungen ohne Anfallsaktivität, bis hin zur Therapie bei Vorliegen von allgemeinen EEG-Veränderungen oder epilepsietypischen EEG-Veränderungen in Verbindung mit epileptischen Anfällen, soll die Studie damit Aussagen zu verschiedenen Behandlungsstrategien bis zum Alter von 24 Monaten ermöglichen.
Als deutsches Studienzentrum  hat Berlin von der zuständigen Ethikkommission bislang allerdings nur das Einverständnis zur Teilnahme am ersten Teil, also am  Beobachtungsarm der Studie erhalten.  Über den Berliner Antrag zur Teilnahme am zweiten Studienarm ist bisher noch  nichtentschieden worden.

Eine Teilnahme am prospektiven Beobachtungsteil ist aber auch jetzt schon sinnvoll und trägt in hohem Maße zum Verständnis der Epilepsieentwicklung bei TSC bei. Darüber hinaus bietet die Teilnahme für  Patienten außerdem den Vorteil einer sehr genauen und engmaschigen Kontrolle hinsichtlich der Epilepsieentstehung, die ggf. auch ein schnelles Eingreifen ermöglicht.

Die Betreuung der Studienteilnehmer erfolgt dabei durch Dr. Bernhard Weschke (Oberarzt für Neuropädiatrie an der Kinderklinik der Charité/Schwerpunkt Neuropädiatrie) und durch Dr.  Christoph Hertzberg (Chefarzt des Zentrums für Neuropädiatrie und Sozialpädiatrie am Vivantes-Klinikum Berlin-Neukölln, das in die Studie eingebunden ist), die bis zum Sommer 2016 noch weitere Studienteilnehmer aufnehmen können. Aufwendungen, um an der Studie teilnehmen zu können, sollen nach Möglichkeit erstattet werden. 


Für Fragen zu der Studie wenden Sie sich bitte jederzeit gerne an:


Dr.med. Bernhard Weschke

Tel. 030/450666 - 617

E-Mail: bernhard.weschke@charite.de


Dr. med.Christoph Hertzberg

Tel.: 0151/11341436

Tel.: 030/13014 - 3706 (Sekr.)

E-Mail: christoph.hertzberg@vivantes.de


Mehr Informationen erhalten Sie auch unter www.EPISTOP.eu

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Infotelefon für Mediziner

Dr. med. Christoph Hertzberg
Neuropädiatrie am TSC-Zentrum Berlin
Tel.: +49 (0) 30 - 13014 3707

Dr. rer. nat. Karin Mayer

Molekulargenetik am MVZ in Martinsried
Tel.:+49 (0) 89 89 55 78-0

Dr. med. Matthias Sauter

Notfallambulanz am Klinikum Kempten
(Fachgebiet: Nephrologie)
Tel.: +49 (0) 831 - 530 1809

Dr. med. Adelheid Wiemer-Kruel

Neuropädiatrie am TSC-Zentrum Kork
Tel.: + 49 (0) 7851 - 84 2230

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