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Neue Forschungsprojekte bewilligt

Damit Symptome gelindert und Komplikationen frühzeitig begegnet werden kann, ist es wichtig, den Verlauf und die Entstehung einer Erkrankung zu begreifen. Noch lange bevor Therapien entwickelt werden können ist die Erforschung der Grundlagen auf Zellebene deswegen von maßgebender Bedeutung. Die Förderung von zwei entsprechenden Forschungsprojekten wurde jüngst wieder von der Deutschen Tuberöse Sklerose Stiftung bewilligt.

 

Rund 15.000 Euro fließen an dieser Stelle in das Vorhaben von Professor Markus Knuf, Leiter der Kinderklinik der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden, und Dr. Claudius Meyer vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Mainzer Uniklinik. Über Blutproben wollen sie herausfinden, warum Behandlungserfolg und Verträglichkeit des erst vor wenigen Jahren für das Krankheitsbild zugelassenen Wirkstoffs Everolimus teilweise stark voneinander variieren und ob die Nebenwirkungen der Substanz einem frühen und gegebenenfalls präventiven Einsatz bei Kindern entgegenstehen.

 

Für die multizentrische Studie zur Untersuchung von Veränderungen im Stoffwechsel bei TSC-Patienten mit Epilepsie stellt die Deutsche Tuberöse Sklerose Stiftung daneben noch einmal 31.000 Euro bereit. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es herauszufinden, ob spezifische Stoffwechselveränderungen ggf. einen Angriffspunkt für neue Behandlungsstrategien zur Tumorbehandlung bei TSC-Patienten bieten könnten. Eine Frage mit dem sich das Team um Prof. Kathrin Thedieck, Leiterin des Labors für Metabolische Signaltransduktion am University Medical Center Groningen (UMCG) und der European Medical School (EMS), in den nächsten drei Jahren intensiv auseinandersetzen wird.