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Studie zur Ketogenen Diät bei Kindern mit TSC

Als spezielle Ernährungsform zur Behandlung von therapieresistenten Epilepsien kommt die Ketogene Diät bzw. die Modifizierte Ätkins Diät auch bei Kindern mit TSC als Alternative bzw. Ergänzung zur medikamentösen Therapie zum Einsatz. Mehr valide Daten zu Wirksamkeit und Verträglichkeit der Therapie sowie zu deren Einfluss auf das Tumorwachstum, zu denen es bisher nur wenige Veröffentlichungen basierend auf geringen Fallzahlen gibt, soll nun die Studie von Caroline Raab liefern. Dazu wurden von der am TSC-Zentrum Kork tätigen Neuropädiaterin bereits die Daten von 11 Patienten unter 18 Jahre retrospektiv (d. h. im Nachhinein) aus der Krankenakte und anhand der bereits durchgeführten Untersuchungen (Kernspintomografien, Ultraschalluntersuchungen und Laboruntersuchungen) erfasst und im Verlauf dokumentiert. Mit den Daten von 23 Patienten, die hier alleine durch das Kinderkrankenhaus in Cincinnati (USA) beigesteuert wurden, sowie unter Beteiligung weiterer Kliniken in Deutschland und in Frankreich, handelt es sich an dieser Stelle nicht nur um eine transatlantische, länderübergreifende und multizentrische Studie, sondern auch um eine der größangelegten Untersuchungen unserer Zeit zu diesem speziellen Thema. Die Datenerhebung in Europa ist bis dato noch nicht komplett abgeschlossen, so dass derzeit leider noch keine endgültigen Ergebnisse vorgestellt werden können. Aus den bislang vorliegenden zeichnet sich jedoch eine gute Verträglichkeit der Diät bei Patienten mit TSC ab. Der Abschluss der Datenerfassung ist für Sommer 2018 geplant. Über die Resultate halten wir Sie auf dem Laufenden.