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Erfolgreiches 1. TSC Symposium in Gießen

Am Samstag den 18.08.2018 fand unser erstes TSC-Symposium im Universitätsklinikum Gießen-Marburg unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Andreas Hahn und Frau Dr. med. Paula Kreuzaler statt. Etwas verspätet gegen 10:45 Uhr wurde das Symposium mit einer Begrüßung durch Prof. Dr. Hahn und Kerstin Bender (Bundesvorstandsmitglied der TSD.e.V.) eröffnet. Trotz der hohen Sommertemperaturen sind viele Betroffene und Angehörige des Vereins, sowie einige Mediziner und Interessierte der Einladung nach Gießen gefolgt. Im Anschluss an die Begrüßung erläuterte Herr Dipl. Psych. Herbert Kunze vom Sozial Pädiatrischen Zentrum in Gießen sehr Ausführlich die Erfassung von Intelligenz und Verhalten.

 

Über die Grundlagen des Autismus inklusive der Vorstellung von Therapiekonzepten informierte Frau Dipl.-Psych. Anita Eichler vom Autismus-Therapieinstituts Langen, Regionalstelle Gießen/Bad Nauheim. Sie stellte nicht nur die Einrichtung, sondern auch das Behandlungskonzept vor, mit dem Hinweis „Wir sind die Anlaufstelle für Betroffene, Eltern und Fachkräfte, von der Diagnosenstellung, über Fachschulungen und Therapiemöglichkeiten“. Zusätzliche Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage unter http://www.autismus-langen.de/index.php?id=357

 

Die unterschiedlichen Formen von ADS, ADHS in Verbindung, bzw. Kombination mit Autismus und der Tuberösen Sklerose erklärte hierzu, in einer sehr Aufschlussreichen Präsentation, Herr Dr. med. Thomas Stehr, Kinder- und Jugendpsychiater vom Universitätsklinikum Marburg.

 

Nach einem kleinen Mittagsimbiss, mit leckeren bunt belegten Schnittchen, in kleinen Gläsern mit einem Kräuter-Dipp versehenden Gemüsesticks und einer großen Auswahl an verschiedenen Getränken, konnten die Teilnehmer mit gefülltem Magen und neuer Konzentration weiter dem Programm folgen.

 

Frau Dr. Paula Kreuzaler, Ansprechpartnerin für das TSC Zentrum Gießen/Marburg, sowie Mit-Organisatorin für dieses TSC Symposium, berichtete unter anderem sehr ausführlich von der Klinik und der Diagnostik des Aufmerksamkeit-Defizit-Syndroms.

 

Als Zusatz zu diesem variationsreichen Programm zählten auch die sehr bewegenden Erfahrungsberichte von unseren TS-Mamas: Tanja Becker und Jeanette Beyer-Maberg. Beide erzählten sehr berührend von ihren Erfahrungen mit ihrem Sohn, der jeweils an Tuberöse Sklerose erkrankt ist. Abwechslungsreich waren hier die Vorträge auch aufgrund der Altersunterschiede der Kinder, während Frau Becker von Ihrem Sohn im Kindesalter erzählte, wurde eine andere Situation von Frau Beyer-Maberg im Jugend- und Erwachsenenalter vorgetragen. Hier zeigte sich wieder einmal wie unterschiedlich die Verhaltensauffälligkeiten und der Krankheitsverlauf der Tuberösen Sklerose sein können. Für die Offenheit und das Vortragen nochmal ein Herzliches Dankeschön an beide Mamas.

 

Im direkten Anschluss daran konnte Herr Prof. Dr. Hahn, ebenfalls Ansprechpartner für das TSC Zentrum Gießen/Marburg und Mit-Organisator dieser Veranstaltung, über die Tuberöse Sklerose assoziierte neuropsychiatrische Defizite (TAND) informieren und die danach aufgekommenen Fragen sehr verständlich beantworten und erklären.

 

Im Anschluss an ein sehr informatives und gelungenes Programm fand noch ein reger Austausch bei Kaffee und Kuchen unter allen Teilnehmern statt. Noch einmal möchten wir uns bei den Sponsoren, Schwarzwals Sprudel für die  Spende der Getränke und Wilfried Bender der mit seiner Frau Kerstin, für das Gelingen der Veranstaltung beigetragen hat, bedanken.