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Das Glück ist bei uns!


Kann man sein eigenes Glück beeinflussen? Ein „Glückslehre“ – Seminar war bei dem diesjährigen Müttergenesungswochenende ein Angebot an die Teilnehmerinnen, um ein paar „Glücks“- Anregungen für den Alltag mit nach Hause zu nehmen.

 

So manche Teilnehmerin fragte sich natürlich: Wie soll das gehen – ein Kind mit Tuberöse Sklerose und dennoch können wir Mütter glücklich sein? Seminarleiterin Pia Hötzl führte kurzweilig durch das Seminar. Was bedeutet Glück und wo kommt es her? Welche Regionen in unserem Gehirn sind zuständig für unser Glücksgefühl? Zunächst erklärte sie den Teilnehmerinnen am „Handmodel“ des Gehirns die Evolution des Glücks. Sie ging auf die Entstehung und Funktion einzelner Hirnareale ein, denn „Glücksgefühle“ beginnen im Kopf. Wir erfuhren einiges über „Präfrontaler Cortex“, „Limbisches System“ oder das „vegetative Nervensystem“. Zudem wurden kleine praktische Übungen eingebaut, wie wir unser Gehirn „austricksen“ können und somit eine Hilfestellung gegeben, die wir in unseren oft schwierigen Alltag einbauen können.

 

Eine Antwort darauf ist sicherlich, dass unsere Einstellung über unser Glück entscheidet. Frau Hötzl riet uns, sich auf das Positive zu sensibilisieren, denn: „Ein negativer Gedanke wiegt so viel wie drei positive“ und „Ein positiver Gedanke 1000 mal gedacht ergibt einen neuen positiven Pfad in unserem Gehirn.“

 

Im Gehirn ist noch ausreichend Platz für viel Positives – auch für die Mütter von an Tuberöse Sklerose erkrankten Kindern. Neben dem Führen eines „Glückstagebuchs“ riet uns Frau Hötzl auch dazu, des Öfteren einen Ausflug in den Wald zu machen. Studien belegen, dass das sogenannte „Waldbaden“ nicht nur blutdrucksenkend ist, sondern auch Angstzuständen entgegenwirkt und Erschöpfungszustände reduzieren kann.

 

Neben diesem Seminar gab es für die Mütter selbstverständlich ausreichend Zeit, sich individuell zu erholen. Ob saunieren, spazieren oder ein Schläfchen am Tag – jeder findet seinen eigenen Weg, die Seele baumeln zu lassen. Gemeinsame Rituale dürfen natürlich nicht fehlen. Dazu gehören neben unserer kleinen Shopping Tour die gemeinsamen Mahlzeiten und Austauschrunden, um sich zu informieren, Sorgen loszuwerden oder gemeinsam zu lachen.

 

Wer am Abend immer noch Energie zum Erzählen und Zuhören hatte, traf sich in ruhiger Runde bei einem Glas Wein in unserem Seminarraum während eine weitere Gruppe es bevorzugte, sich von der Musik in der hoteleigenen Tanzbar mitreißen zu lassen um zu tanzen was das Zeug hält. Insgesamt war es wieder ein besonders schönes Erholungswochenende, mit vielen neuen Erkenntnissen und Zeit für sich selbst. Bist Du im nächsten Jahr auch dabei?